Kafka im Volksbad
2025&2026 | Site-Spezifische Ausstellungsperformance
s10e Jahre tot, doch etwas ist geblieben. Menschliche Metamorphosen, Einschreibemaschinen, Kunst als (Über)Lebenstrank. Zeit für ein Aufleben, denn Kafka nimmt ein Volksbad. Mit Lauter Niemand in einem Gebirge aus Akten? Auf kläglich dünnen Beinen die Baderäume vermessend? Aber was ist schon ein Text als Grundlage, wenn er sich selbst ständig dekonstruiert?
Das Kunstkollektiv km42 wagt sie, die Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Texten und Fragmenten Kafkas — gemeinsam mit der Choreografin Christina Liakopoyloy, dem Urban-Dancer David Kwiek, dem Schauspieler Samvel Mkhitaryan und weiteren Performer*innen. Und geht dabei neue Wege, weg von den kanonisierten Nachlasspublkationen durch Kafkas Freund Max Brod hin zu vom Schriftsteller autorisierten Texten, Tagebucheinträgen, Korrespondenzen, rechtswissenschaftlichen Veröffentlichungen.
Mitten im Alten Volksbad Mannheims wird Kafka so erlebbar, ein begehbares Labyrinth aus Sprache und Kunst. Mit site-spezifischen Performance-Elementen und Installationen sind die Besucher*innen mittendrin, umhüllt, verfolgt von der Frage nach Kafkas Aktualität und der Tiefe seiner Texte. Es mischen sich interaktive Schauspiel- und Tanzparts mit multimedialen Collagen, bevor die Besuchenden abschließend noch eine kleine Ausstellung zu Kafkas Werk in weiteren Duschkabinen erleben können. Bereit für Kafkas Hunger-Games?
TEAM
Skript, Regie & Installationen // Stephan Rixecker
Bühne, Kostüm & Installationen // Thurid Goertz
Choreographie // Christina Liakopoyloy & David Kwiek
Schauspiel // Samvel Mkhitaryan
Tanz // David Kwiek & Angelo Berber & Sinan Osan
IN KOOPERATION MIT
Nostos Tanztheater Heidelberg
Geschichtswerkstatt e.V. (Altes Volksbad Mannheim)
GEFÖRDERT VON
Kulturamt der Stadt Mannheim
Karin und Carl-Heinrich Esser Stiftung